Arbeitszeit nach tarifvertrag

Sunday, July 12th, 2020

Das finnische Tarifverhandlungssystem zeichnet sich durch ein Prinzip der allgemeinen Anwendbarkeit aus, das seit den 70er Jahren in Kraft ist. Nach diesem Grundsatz müssen Arbeitgeber, die nicht an Tarifverhandlungen beteiligt sind oder keinen Tarifvertrag unterzeichnet haben, den bundesweiten Branchentarifvertrag einhalten, der in ihrem Sektor als repräsentativ gilt. 2001 trat das sogenannte Bestätigungsverfahren für allgemeinverbindliche Tarifverträge in Kraft. Eine Sonderkommission des Ministeriums für Soziales und Gesundheit bestätigt die allgemeine Anwendbarkeit der Vereinbarungen. Eine Vereinbarung auf Sektorebene ist allgemein anwendbar, wenn sie als repräsentativ für den betreffenden Bereich angesehen werden kann. Die Arbeitgeberseite hat sich in den letzten Jahren für die Verwässerung der allgemeinen Anwendbarkeit eingemacht. Mindestens 27,86 € pro Arbeitstag ab 2019, maximal 90 % des Arbeitseinkommens für die ersten 56 Tage; danach maximal 70 %. Wenn ein Arbeitsvertrag nach Ablauf der Widerrufsfrist nicht gekündigt wurde und ein Mitarbeiter nicht auf Rücktritt besteht, wird der Arbeitsvertrag wieder aufgenommen. Der Oberste Gerichtshof hat die erste Frage verneint und entschieden, dass ein 12-Stunden-Flexitime-System im Rahmen eines Betriebsvertrags gültig ist, da das Arbeitszeitgesetz die Sozialpartner nicht ausdrücklich ermächtigt, die tägliche Höchstarbeitszeit von 12 auf 10 Stunden im Wege eines Tarifvertrags zu reduzieren. Eine Gleitzeitregelung, die eine tägliche Höchstarbeitszeit von 12 Stunden vorsieht, entspricht daher nicht nur dem neuen Arbeitszeitgesetz, sondern verstößt auch nicht gegen den entsprechenden Tarifvertrag, der die Grenze auf 10 Stunden festlegt. Und das, obwohl der Tarifvertrag nach der gesetzlichen Hierarchie höher ist als der Betriebsvertrag. Vereinbarungen können nach Absprache der an Tarifverhandlungen teilnehmenden Parteien zweiseitiger oder dreiseitiger Vereinbarung sein.

Nach dem Wunsch des Arbeitnehmers, der an einem freien Tag oder an einem arbeitsfreien Urlaub gearbeitet hat, kann er einen weiteren freien Tag erhalten. In diesem Fall wird die Arbeit an einem arbeitsfreien Urlaub zu einem einzigen Satz bezahlt, aber der freie Tag wird nicht bezahlt. Für pädagogische Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen wird eine begrenzte Arbeitszeit von 36 Stunden pro Woche festgelegt. Es gibt keine gesetzlichen Regelungen zur Repräsentativität, mit Ausnahme der zentralen Grundsätze der Tarifverhandlungen im Tarifvertragsgesetz. Das Gesetz legt die Grundsätze wie folgt fest: Die Vereinbarung ist ein Rechtsakt, der allgemeine Grundsätze für die Regelung der sozio-arbeiterischen Beziehungen und der damit verbundenen Wirtschaftsbeziehungen festlegt, die zwischen Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf föderaler, regionaler, industrieller Ebene (Industrie) und Gebietskörperschaften im Rahmen ihrer Zuständigkeit geschlossen werden. Während der Ausbildungszeit erhalten die Auszubildenden ein Stipendium in der im Ausbildungsvertrag angegebenen Höhe und erhalten je nach Beruf, Fachzugehörigkeit oder Qualifikation, für die sie eine Ausbildung absolvieren, jedoch nicht weniger als den gesetzlichen Mindestlohn. Es ist nicht erlaubt, Frauen beim Abschluss eines Arbeitsvertrags wegen ihrer Schwangerschaft oder Anwesenheit von Kindern zu verweigern. In den in den Absätzen drei und vier dieses Artikels vorgesehenen Fällen behalten sich andere Gewerkschaftslokale das Recht vor, ihre Vertreter vor der Unterzeichnung des Tarifvertrags an die Vertretungsstelle zu delegieren.